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Fahrt ins Blaue 2004

Für Samstag, 17. Juli 2004 organisierte unser "Kirmesbürgermeister a.D." Thomas und seine Frau Steffi wieder eine Fahrt ins Blaue, um so den aktiven Helfern der "Kirmesgemeinde Spielmannszug" seinen Dank für die geleistete Arbeit auszusprechen.

Alle Guten Dinge sind 3

Am 17.07.2004 geht's zur Fahrt ins Blaue. Andrea und Heikiii - die Schreiberlinge sind auch wieder dabei.

07:15 Uhr
Ist Treffen in der Mensa, der Weg ist nicht weit - einige kommen allein oder zu zweit. Doch einer fehlt heut, Reiner ist's, wir können's kaum fassen, er sitzt im Flieger nach Übersee oder wo anders hin? Ist doch egal, nach Feiern steht uns heut der Sinn.

Schon seit Wochen (wie jedes Jahr) haben wir uns die Köpfe zerbrochen, was sollen wir mit Arbeitshose und Hemd? Hallo Essi, am Samstag ist uns das Wort Arbeit fremd.

07:30 Uhr
Der Bus ist da - jetzt geht's gleich los, ja sagt doch mal, wo bleibt der Willi bloß? Der hat verschlafen, das müssen wir bestrafen, gib einen Kasten Bier, dann sind wir wieder lieb mit dir.

Mahni hat einen müden Blick, sie sehnt sich in ihr Bett zurück. Britta ist müde die Sprache noch schlecht, doch das ist schnurz, denn die Nacht, die war nur kurz. Auch René ist nicht aufgetaucht - dafür hat er am Abend eine nette Entschuldigung übers Handy gehaucht.

Norbert stellt sich schnell mal vor, schon klingt Musik an unser Ohr. Landgraben, Heinleite, Hainich, ja was ist denn das? Norbert erklärts uns und hat daran Spaß. Er ist unser Fahrer und erklärt uns die Welt, sag mal Essi haste das überhaupt bestellt?

07:45 Uhr
Das 1. Bier ist ausgegeben, das verstehen wir unter genussvoll leben. Der Micha, der fragt wann sind wir da, ich hätt gern ne Antwort ist doch wahr. Es geht vorbei an mancherlei Dingen und hinten im Bus fangen sie an zu singen. Geht's nach Menteroda? Zum Kali hauen? Quatsch, von weitem können wir schon bis nach Nordhausen schauen. Vielleicht geht's zur BUGA hin? Nach so viel Kultur steht uns nun doch nicht der Sinn.

Was und Wie denkt Essi?

Nichts verrät er, wirklich nichts - das ist doch gemein, ist er etwa ein Kameradenschwein? Jetzt kommt die Ausfahrt, also runter von der Autobahn rechts oder links das ist hier die Frage! Vielleicht geht's ja zur Sommerrodelbahn oder nach Pullman City? Oder...? oder?

08:45 Uhr
Das Frühstück ist, wer hätt's gedacht, schon mitten in der Nacht gemacht, belegte Brötchen mit Butter und Wurst machen uns gleich wieder richtig Durst. Die Punkte stimmten, Petra aß gekochten Schinken. Raucherpause: doch kein Baum und kein Strauch, denkt ihr an die Notdurft auch? In der Ferne pfeift ein Güterzug - diese Idylle tut so gut.

09:00 Uhr
Nordhausen rein, vorbei am Schnäppchenmarkt, weiter geht's zum Parkhaus vor dem Vogel

Reingelegt

Verfahren haben wir uns ein kleines Stück, jetzt geht es wieder am Schnäppchenmarkt vorbei und zurück.

09:15 Uhr
Das 1. Ziel ist nun erreicht, brauchen wir die Arbeitsklamotten gleich? Essi sucht den "Führer" in der Nordhäuser Brauerei - "oh wei". Das Tor zur Brauerei wird uns aufgemacht, es gibt dann auch gleich was zu trinken (in Gedanken werden wir Reiner über den Wolken winken).

Alle lauschen den Worten vom Museumsführer der Kornbrennerei und wünschten sich, sie könnten schon kosten so 1 oder 2. Alte Maschinen, wo hin man schaut, Huni findet am nostalgischen Telefon gefallen und schon laufen wir zu den nächsten Hallen. Huni der Kleine konnte nicht Hören, er musste rauchen, er musste stören, das Rauchen war nämlich verboten, beim nächsten mal Huni, gibt's was auf die Pfoten.

Apropos stören, die Päptissin fand es schön, vor den Mülleimer zu treten das es alle hören. Und dieses Handygebimmel war schrecklich und nichtig, denn niemand ist so wirklich wichtig. Die kleine Erdbeere wurde auch erwähnt doch Petra hat dabei nur gegähnt.

Mahni - die ist ganz verzückt, denn der Führer ist nahe an sie heran gerückt. 5 Liter Schmuggelflaschen um ihre Hüften gebunden, so wurden in alten Zeiten Grenzen überwunden. Die Moral von der Geschicht - trinke so viel Korn nicht, denn man trägt daran so schwer und schnell hat man 2 Kilo mehr.

Er verriet auch ein Rezept aus längst vergangenen Zeiten, so kann man Eierlikör bereiten.

Zutaten: 100 Eigelb, 5 Liter Korn, Vanille Zucker, eine Prise Zucker

Eine halbe Stunde rühren - lecker!!!!!!!

Nicht zum besaufen soll das edle Tröpfchen sein, als Medizin so nehmt es ein. Das ist fein - aber wann schenkt der Gute nun endlich mal ein?

09:50 Uhr
Die Verkostung beginnt, Spucke von den Zähnen rinnt. 1, 2, 3 und 4 - auch neue Trinksprüche lernt man hier:

"Siehst du die Schwiegermutter im Moore winken, dann wink zurück und lass sie sinken!"

Die Sonne scheint ins Kellerloch....

Peggy hat das Rätsel um den Schornstein gewonnen und dafür eine Flasche Schnaps bekommen. Jeder denkt, die Ute ist ganz still, doch sie weiß ganz genau was sie will. Ist ihr Steffen mal nicht zu sehen, sieht man sie mit Feuerlocke Hand in Hand zusammen gehen.

Wir ziehen weiter und das Wetter ist heiter. Franziska schläft, es ist nicht zu fassen und Reiner über den Wolken, der wird was verpassen. Heikiii hat den Farbfilm vergessen und sucht ein Geschäft so ganz versessen. Fotogeschäfte gibt's gar viele auf unserer Tour, doch wo sind die geöffneten nur?

10:45 Uhr
Wir fahren weiter durch den Wald, hoffentlich sind wir am Ziele bald. Die Harzquerbahn haben wir gesehen, ach das ist wirklich wunderscheeen. Es geht ein ah und oh durch die Reihen, wer kann uns denn nur von unserer Ahnungslosigkeit befreien? Marcel hat mal einen Witz gerissen, oh Reiner, wie wir dich vermissen.

11:00 Uhr
Das Stemberghaus im Harz ist unser 2. Ziel doch zum weiteren Tagesablauf sagt Essi nicht viel. Bei Bommel oder Aftersausen braucht ihr nicht zur Apotheke laufen. Ich rate zur Kohle - das ist ein tolles Zeug, nehmt sie ein, dann hilft sie euch. Sie hilft euch auch bei kalten Füßen, ja ja der Naturdoktor, der lässt grüßen. Tut euch mal das Bäuchlein weh oder drückt vielleicht der Zeh, nehmt Kohle und es tut nix mehr weh. Bei Steak, Salat und Würstchen vom Grill waren alle Mucksmäuschen still, denn Petra sang, das die Balken krachten "den alten Holzmichel" und alle lachten. Das Essen war gut, es hat gemundet auf das der Ar... sich noch mehr rundet.

14:10 Uhr
Die Sonne ist heiter - nun geht es weiter.

Wohin?

14:30 Uhr
Der 3. Haltepunkt ist erreicht. Das Mäuse- und Kuriositätenhaus in Güntersberge ist jetzt unser Ziel, gelernt haben wir heute schon ganz viel. Die Sitzung im Kuriositätenhaus ist ein Augen und Ohrenschmaus. Barttassen, Kackstühle oder Riesenklistier - wirklich seltsame Dinge gibt es hier. Marcel, das ist ein cooler Typ, hat 3 Eier und alle Mäuse lieb. Britta hat sich geschüttelt wie ein Hund und gerufen "Hey, nimm die Maus nicht in den Mund." Bulle kennt sich mit Damenunterwäsche aus und bekam dafür den Professor-Titel.

Applaus, Applaus

Schon seit 100 von Jahren hat man hier Kuriositäten zusammen getragen. Huni fühlt sich pudelwohl auf dem großen Kackestuhl und Petra in der 1. Reihe hat ein Problem mit der Länge - 50 cm das ist nicht viel, reicht gerade für ein Fingerspiel. Aber das lernt sie alles später, wenn sie größer ist als 1 1/2 Meter. Riesenklistier ja oder nein, ein Staubsauger soll das Ding da sein. Kuriositäten haben wir viel gesehen: Micha, Marcel und Doro sogar einen Kommunistenführer.

Uns hat es vor lachen fast zerrissen, drum werdet ihr so manche Äußerung vermissen. Denn schreiben konnten wir nicht, wir haben die Tränen noch immer im Gesicht.

16:15 Uhr
Warum haben wir nur die Arbeitsklamotten mit? Los Essi gib uns mal nen Tipp!

16:30 Uhr
Rabensteiner Stollen das Geheimnis ist gelüftet, hoffentlich bleiben wir nicht verschollen. Aber wir sind ja gut gerüstet. In 3 Gruppen sind wir gestartet, mal sehen was uns hier erwartet. Es geht in den Berg wie die 7 Zwerge nur Edelsteine finden wir keine. Micha hat es gleich entdeckt, dass die Lampen mit Blendschutz sind abgedeckt. Denn bei all dem vielen Schmutz, dachte man auch schon vor 100 Jahren an den Arbeitsschutz.

Mit Polonaise und Gesang ging es durch den dunklen Stollen dann. Nur einer hatte etwas Angst, doch dank der Gruppe, gab es keine Panik auf der Titanic. Er hatte im Griff Heikiii's Hintern, sonst hätte er müssen dort im Berg überwintern. Dann ging es los auf allen vieren, wir werden jeden Muskel spüren. Andrea stapft wie blind durch den Stollen und plötzlich war ihr Schuh im Matschloch verschollen. Öffnungen so klein wie ein Mauseloch, durchgekrochen sind wir doch. Reiner, du kannst zufrieden sein, denn du liegst bald im Sonnenschein.

An Steffens Verletzungen konnte man es sehen, es war nix mit gerade stehen. Petra war der kleinste Zwerg, sie kam gerade durch den Berg. Unsere Peggy, die bewies Frauenpower, denn mit Kraft durchbohrte sie die Kohlemauer. Mit schwarzen Händen und schwarzem Gesicht sahen wir am Ende des Tunnels Licht. Wir kamen in eine Höhle - die Neugier war geweckt, sieh da, da waren Tische gedeckt, mit allerlei Sachen von Rind und Schwein und natürlich Kerzenschein. Aus dem Hintergrund drang Musik an unser Ohr: leise von einem Bergmannmännerchor. Auch Jana sah man bei 8 Grad Kälte wippen und sich die Schnäpse hinter die Binde kippen.

Anmerkung der Redaktion:
Von der Stirn rann uns der Schweiß. Wir glauben wir werden zu alt für so einen Scheiß!

20:20 Uhr
Jetzt geht es Heim, müde ist wohl jedes Gebein. Mario macht jetzt mal Stimmung, hat die Ultimative Musik dabei. Micha wird zum Entertainer, das er das kann, wusste noch keener. Das Bier ist leer, die Blase voll, das findet der Küster gar nicht toll, drum besorgt er, fürs nächste mal, ganz flink, für unsre Männer

Granufink.

22:15 Uhr
Die Kirchturmspitze von Mühlhausen ist zu sehen, wir wollen jetzt nach Hause gehen. Schnell noch den Bus ganz leer gemacht und dann heißt es für alle

Gute Nacht!

Wie jedes Jahr bitten wir euch um Gnade, nehmt das hier geschriebene nicht zu Ernst, denn das währe Schade. Es war wieder ein gelungener Tag und denkt an die Köhlerliesel die da sagt:

Nicht nur Kohle - auch Lachen hält gesund!

Unser Dank geht an Essi und Steffi für die wunderschönen Fahrten. Dem Speiche sei geraten: organisier ne Fahrt für 2005, sonst schicken wir dich ins Bergwerk ohne Schuh und ohne Strümpf.

Tschüss und eine super Kirmes 2004 - das wünschen wir uns und natürlich auch dir!!

Eure Kirmesmädchen: Andrea und Heikiii

 

Fotos dieser Fahrt ins Blaue [Hier...]

© 2017 Kirmesgemeinde Spielmannszug e. V.

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